75 Jahre Kriegsende und Befreiung


Veranstaltungen

Vortrag

Todesmärsche im Raum Freiberg 1945

 

25. Mai 2022 | 18:00 Uhr

Rösterei Momo Freiberg

Eintritt frei 

 

Im Frühjahr 1945 zogen Stadt Freiberg und die Umgebung Todesmärsche. Der erste kam aus dem Außenlager von Großrosen/Schlesiersee. In Freiberg gibt es nur ein schriftliches Zeugnis des Durchmarsches der Frauen: „Unvergesslich wird all denen, die es erlebten, der Anblick der Hunderte armer, gequälter Jüdinnen aus einem KZ sein, die am 21. Februar von den weiblichen SS-Bestien mit Peitschen durch unsere Stadt getrieben wurden.“ ( Friedemar Brendel, 1945, Erinnerungen und Dokumente, in: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereines, 75. Heft, 1995).

Auch die Männer und Frauen aus den Buchenwald-Außenlagern in Leipzig berührten auf ihren Märschen  die Stadt Freiberg.

Im Raum Freiberg waren weitere Kolonnen unterwegs:  Männer aus Kittlitztreben, Halberstadt, Neustassfurt, Nossen  und die Frauen aus Markkleeberg.

Die Frauen aus Mittweida trafen sich am Bahnhof mit den Frauen, die in Freiberg bei der „Freia GmbH“, das zum KZ-Außenlager gehörte, gearbeitet haben und fuhren mit ihnen zur "Evakuierung" nach Mauthausen in das dortige Konzentrationslager.

Zeitweise untergekommen sind die Frauen während der Todesmärsche im Kornhaus, in dem sich heute die Stadtbibliothek befindet.