Aktuelles


November 2018

Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome 

Judenverfolgung 1938 in Freiberg

1938: die "Zeit des herrlichen Aufstiegs unseres Deutschen Reiches unter unserem Führer Adolf Hitler", dessen "unvergleichliches Rettungswerk...auch Freiberg Rettung und Erlösung" brachte (O-Ton des Freiberger Oberbürgermeisters W. Hartenstein auf das Jahr 1938...)

Für diejenigen, "die keine Deutschen sind, die kein Gefühl haben für den Geist, der ein Volk ausmacht, die kein Vaterland kennen" (ebenfalls O-Ton OB Hartenstein - allerdings schon 1933), brachte das Jahr 1938 bis zum Oktober allein mindestens 3 judenfeindliche Verordnungen und Erlasse pro Monat, die jene, die zu volksfremden und parasitären "Rassejuden" erklärt worden waren, endgültig in den sozialen und wirtschaftlichen Ruin trieben - auch in Freiberg.

Beispiele, was genau in Freiberg in dieser Zeit geschehen ist, sind im Beitrag sowie im Buch "Die Kristallmacht hat alles geändert" nachzulesen. 


Oktober 2018

Neue Veröffentlichung

Sonderheft: Novemberpogrome 1938 in Freiberg

Vor 80 Jahren wurde mit den Ereignissen um die sogenannte Reichskristallnacht auch in Freiberg die Lebensbasis für alle Einwohner, die nicht in das völkische und von Rassenwahn geprägte Hass-Bild der Nazis passten, endgültig zerstört – nicht zuletzt auch durch das aktive Handeln der leitenden NS-Kommunalpolitiker in dieser Stadt. Nach umfangreicher Recherche stellt das Buch "Die Kristallnacht hat alles geändert" von unserem Vereinsmitglied Dr. Michael Düsing zahlreiche sehr persönliche Schicksale vor.

 

Das Buch ist in allen Freiberger Buchhandlungen erhältlich. 


Juni 2018

Neue Veröffentlichung

Info-Depesche 2: Dr. Werner Hartenstein

Dr. Werner Hartenstein (1879 – 1947) war von 1924 bis 1945 Oberbürgermeister der Stadt Freiberg. Sein Einsatz für die kampflose Übergabe der Stadt am 7. Mai 1945 an die heranrückende Rote Armee ist unvergessen. Über seinen anerkannten Beitrag zur Bewahrung der Stadt Freiberg vor sinnloser Zerstörung in den allerletzten Kriegstagen hinaus, gibt es jedoch bis heute sehr unterschiedliche Auffassungen über seine Rolle und Wirkung als Stadtoberhaupt in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen 1933 und 1945. Besonders unter jenen, die das Bild Hartensteins als eines „harmlosen Mitläufers“ zeichnen, der nur „ angesichts gesellschaftlicher Zwänge“ in die NSDAP eingetreten sei und im Übrigen sogar „ insgeheim das nationalsozialistische Regime zutiefst verachte“ habe, flammen immer wieder Forderungen nach weitergehenden Ehrungen Dr. Werner Hartensteins auf. War Hartenstein also tatsächlich nur der seiner Stadt verpflichtete Oberbürgermeister, der NSDAP-Mitglied wurde, um seiner Stadt weiter dienen zu können? Unser Verein hat sich wegen der nach wie vor schwelenden Diskussion um die Person und Wirkung Hartensteins, die immer auch Teil der weiter unabgeschlossenen Debatte um die NS-Zeit in Freiberg und die in ihr verantwortlich agierenden Personen ist, zum Nachdruck des Aufsatzes „Denkbar beste Zusammenarbeit“ – Wie ein Oberbürgermeister und seine Verwaltungselite „ kritische Zeiten meisterte“ aus den „Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins“, Heft 109/110 (2016), S. 311-392 , entschlossen.

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Info-Depesche 2-2018 Werner Hartenstein.
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März 2018

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Info-Depesche 1: Dr. Werner Hofmann

Dr. Werner Hofmann war von 1906 bis 1930 Betriebsdirektor der Porzellanfabrik Freiberg. Das Gebäude beherbergt heutzutage das Landratsamt Mittelsachsen. 1939 fiel Dr. Werner Hofmann nach jahrelanger Verfolgung dem NS-Regime zum Opfer, 2018 wurde das Landratsamtsgebäude in Gedenken zum "Werner-Hofmann-Haus" umbenannt.  

Dr. Michael Düsing hat die Namenweihe mit einem Vortrag rund um das Leben und Wirken von Werner Hofmann begleitet. Nachzulesen ist dieser in der Info-Depesche 1/2018 unseres Vereins.

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