Aktuelles


Mai 2020

Zum 75. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges

Ausstellung zum Gedenken an Kriegsende und Befreiung 1945

Vor 75 Jahren fand der Zweite Weltkrieg ein Ende und Deutschland wurde von der Diktatur der Nationalsozialisten befreit. Aus Anlass dieses Jahrestages zeigen wir in einer Ausstellung, wie jüdische Mädchen und Frauen des KZ-Außenlagers Freiberg Kriegsende und Befreiung erlebt haben und was zu dieser Zeit in Freiberg geschah. Mit Fotos und persönlichen Erinnerungen präsentiert die Ausstellung Einblicke in große Ereignisse und persönliche Einzelschicksale.

 

Die Ausstellung wird im Laufe des Jahres mehrmals im Landkreis Mittelsachsen an verschiedenen Orten gezeigt. Die Termine werden so bald wie möglich hier bekannt gegeben. 


Oktober 2019

Neue Veröffentlichung

Zwischen Verwahrung "Asozialer" und Beurteilung "Schwachsinniger" -  Die Landesanstalt Bräunsdorf 1933 - 1945

Seit ihrer Gründung 1824 als Erziehungsanstalt für Kinder und Jugendliche dienend, wurde die Landesanstalt Bräunsdorf ab Herbst 1933 zur „Korrektionsanstalt“, in der die Nationalsozialisten zu „Asozialen“ deklassierte Jugendliche und Erwachsene internierten. Neben drohenden Zwangssterilisationen für besonders „asoziale Elemente“ gehörte nun Zwangsarbeit zum Anstaltsalltag. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Verlegung von Psychiatriepatienten nach Bräunsdorf wurde die Landesanstalt mehr und mehr zum Wirkungsort nationalsozialistischer „Rassenhygiene“.
Erstmals enthüllt der Autor die bisher nahezu vollständig verdrängte und verschwiegene Einbindung der Landesanstalt Bräunsdorf in die Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten.

 

Das Buch ist für 7,99€ in allen Buchhandlungen und online unter der ISBN 978-3-7497-5886-9 erhältlich. Wir empfehlen den Kauf bei einem örtlichen Buchhändler Ihres Vertrauens.


November 2018

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Kunst gegen das Vergessen: Ausstellung mit Begleitbroschüre

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar haben wir unter dem Titel "Kunst gegen das Vergessen" in der Rösterei Momo in Freiberg eine Ausstellung von Werken der US-amerikanischen Künstlerin Jana Zimmer. In ihren Monotypien und Collagen verarbeitet die Künstlerin die Geschichte ihrer Familie, die eng mit dem Holocaust verbunden ist: ihre Mutter kam als jüdische Zwangsarbeiterin von KZ Auschwitz in das KZ-Außenlager in Freiberg und überlebte, ihre Halbschwester wurde in Ausschwitz ermordet. Zur Vernissage hat unser Vereinsmitglied Michael Düsing eine Einführung zu den Werken und der Familiengeschichte Jana Zimmers gegeben. Landrat Matthias Damm hat seinerseits die Bedeutung einer angemessenen Erinnerungskultur und die Bedeutung von Menschen- und Bürgerrechten vor dem Hintergrund einer starken Demokratie betont. 

Ergänzend zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre mit Texten von Jana Zimmer über ihre Kunst und ihr Familiengeschichte sowie mit den Erinnerungen ihrer Mutter über ihr Schicksal im Holocaust und ihre Zeit in Freiberg erschienen. Die Broschüre zur Ausstellung ist als Download im Beitrag sowie kostenlos als gedrucktes Exemplar bei uns erhältlich.

Download
Begleitbroschüre zur Ausstellung
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November 2018

Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome 

Judenverfolgung 1938 in Freiberg

1938: die "Zeit des herrlichen Aufstiegs unseres Deutschen Reiches unter unserem Führer Adolf Hitler", dessen "unvergleichliches Rettungswerk...auch Freiberg Rettung und Erlösung" brachte (O-Ton des Freiberger Oberbürgermeisters W. Hartenstein auf das Jahr 1938...)

Für diejenigen, "die keine Deutschen sind, die kein Gefühl haben für den Geist, der ein Volk ausmacht, die kein Vaterland kennen" (ebenfalls O-Ton OB Hartenstein - allerdings schon 1933), brachte das Jahr 1938 bis zum Oktober allein mindestens 3 judenfeindliche Verordnungen und Erlasse pro Monat, die jene, die zu volksfremden und parasitären "Rassejuden" erklärt worden waren, endgültig in den sozialen und wirtschaftlichen Ruin trieben - auch in Freiberg.

Beispiele, was genau in Freiberg in dieser Zeit geschehen ist, sind im Beitrag sowie im Buch "Die Kristallmacht hat alles geändert" nachzulesen. 


Oktober 2018

Neue Veröffentlichung

Sonderheft: Novemberpogrome 1938 in Freiberg

Vor 80 Jahren wurde mit den Ereignissen um die sogenannte Reichskristallnacht auch in Freiberg die Lebensbasis für alle Einwohner, die nicht in das völkische und von Rassenwahn geprägte Hass-Bild der Nazis passten, endgültig zerstört – nicht zuletzt auch durch das aktive Handeln der leitenden NS-Kommunalpolitiker in dieser Stadt. Nach umfangreicher Recherche stellt das Buch "Die Kristallnacht hat alles geändert" von unserem Vereinsmitglied Dr. Michael Düsing zahlreiche sehr persönliche Schicksale vor.

 

Das Buch ist in allen Freiberger Buchhandlungen erhältlich. 


Juni 2018

Neue Veröffentlichung

Info-Depesche 2: Dr. Werner Hartenstein

Dr. Werner Hartenstein (1879 – 1947) war von 1924 bis 1945 Oberbürgermeister der Stadt Freiberg. Sein Einsatz für die kampflose Übergabe der Stadt am 7. Mai 1945 an die heranrückende Rote Armee ist unvergessen. Über seinen anerkannten Beitrag zur Bewahrung der Stadt Freiberg vor sinnloser Zerstörung in den allerletzten Kriegstagen hinaus, gibt es jedoch bis heute sehr unterschiedliche Auffassungen über seine Rolle und Wirkung als Stadtoberhaupt in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen 1933 und 1945. Besonders unter jenen, die das Bild Hartensteins als eines „harmlosen Mitläufers“ zeichnen, der nur „ angesichts gesellschaftlicher Zwänge“ in die NSDAP eingetreten sei und im Übrigen sogar „ insgeheim das nationalsozialistische Regime zutiefst verachte“ habe, flammen immer wieder Forderungen nach weitergehenden Ehrungen Dr. Werner Hartensteins auf. War Hartenstein also tatsächlich nur der seiner Stadt verpflichtete Oberbürgermeister, der NSDAP-Mitglied wurde, um seiner Stadt weiter dienen zu können? Unser Verein hat sich wegen der nach wie vor schwelenden Diskussion um die Person und Wirkung Hartensteins, die immer auch Teil der weiter unabgeschlossenen Debatte um die NS-Zeit in Freiberg und die in ihr verantwortlich agierenden Personen ist, zum Nachdruck des Aufsatzes „Denkbar beste Zusammenarbeit“ – Wie ein Oberbürgermeister und seine Verwaltungselite „ kritische Zeiten meisterte“ aus den „Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins“, Heft 109/110 (2016), S. 311-392 , entschlossen.

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Info-Depesche 2-2018 Werner Hartenstein.
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März 2018

Neue Veröffentlichung

Info-Depesche 1: Dr. Werner Hofmann

Dr. Werner Hofmann war von 1906 bis 1930 Betriebsdirektor der Porzellanfabrik Freiberg. Das Gebäude beherbergt heutzutage das Landratsamt Mittelsachsen. 1939 fiel Dr. Werner Hofmann nach jahrelanger Verfolgung dem NS-Regime zum Opfer, 2018 wurde das Landratsamtsgebäude in Gedenken zum "Werner-Hofmann-Haus" umbenannt.  

Dr. Michael Düsing hat die Namenweihe mit einem Vortrag rund um das Leben und Wirken von Werner Hofmann begleitet. Nachzulesen ist dieser in der Info-Depesche 1/2018 unseres Vereins.

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Info-Depesche 1-2018 Werner Hofmann.pdf
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Veranstaltungen

Gedenkfeier zum 75. Jahrestag des Kriegsendes und Ausstellung

"Wenn nicht ein Wunder geschieht, halten wir es nicht aus"  –

Wie jüdische Mädchen des KZ Freiberg Kriegsende und Befreiung erlebten

 

ABGESAGT AUF GRUND DER AKTUELLEN CORONAVIRUS-EPIDEMIE. 

 

Neue Termine für die Ausstellung werden an dieser Stelle bekanntgegeben. 

22. März 2020  l  18:15 Uhr 

Theater Freiberg

Eintritt frei

 

Im Frühjahr 2020 ist es 75 Jahre her, dass Deutschland durch die Truppen der Alliierten vom Faschismus befreit wurde. Aus diesem Anlass laden das Mittelsächsische Theater und der „Freiberger Zeitzeugnis e.V.“ am Sonntag, den 22. März um 18:15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung ins Freiberger Theater ein.

Im Foyer des Freiberger Theaters zeichnet eine von uns erarbeitete Ausstellung die letzten Kriegsmonate in Freiberg und die Befreiung von nationalsozialistischem Rassenwahn und völkischem Vernichtungskrieg aus der Perspektive jener jüdischen Mädchen und Frauen nach, die zur„Zwangsarbeit für den Endsieg“ aus Auschwitz nach Freiberg in ein Außenlager des KZ Flossenbürg verschleppt worden waren. 

Auf die Ausstellungseröffnung um 18:15 Uhr folgen Worte des Gedenkens von Landrat Matthias Damm und Dr. Jörg Skriebeleit, dem Leiter der Gedenkstätte KZ Flossenbürg. Anschließend wird die Oper "Der Konsul" von Gian Carlo Menotti gezeigt. 

 

Die Ausstellung ist kostenfrei bis zum 5. April 2020 zu den Öffnungszeiten des Theaters ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn zu sehen. Ein Besuch der Ausstellung ist auch nach vorheriger Anmeldung unter 03731 358290 möglich.