08.10. l Moritz Hochschilds Promotion

08.10.1921    Promotion Moritz Hochschild an Bergakademie

 

 

 

Am 8. Oktober 1921 wurde der aus dem hessischen Biblis stammende Moritz Hochschild (1881 – 1965) an der Bergakademie Freiberg zum Dr.-Ing. promoviert. Seine Dissertationsschrift „Studien über die Kupfererzeugung der Welt“ bewertete der Vorsitzende der Prüfungskommission, Rektor Otto Fritzsche, als eine Arbeit, in der „das Bergmännische, das Hüttenmännische, Geologische und Wirtschaftliche“ gelungen „miteinander verkuppelt“ seien. Erstgutachter Karl Kegel lobte Hochschild als „guten Kenner der wichtigsten Kupfererzeugungsgebiete“, während Friedrich Schumacher dessen „eingehende, vielfach auf persönlichen Erfahrungen beruhende Kenntnis“ hervorhob und in Hochschilds „Darstellung der rapiden Entwicklung des gesamten Kupferbergbaus“ den „wertvollsten Teil der Arbeit“ ausmachte.Text zum Kalenderblatt

 

 

 

 

Veranstaltungen

Vortrag

Todesmärsche im Raum Freiberg 1945

 

25. Mai 2022 | 18:00 Uhr

Rösterei Momo Freiberg

Eintritt frei 

 

Im Frühjahr 1945 zogen Stadt Freiberg und die Umgebung Todesmärsche. Der erste kam aus dem Außenlager von Großrosen/Schlesiersee. In Freiberg gibt es nur ein schriftliches Zeugnis des Durchmarsches der Frauen: „Unvergesslich wird all denen, die es erlebten, der Anblick der Hunderte armer, gequälter Jüdinnen aus einem KZ sein, die am 21. Februar von den weiblichen SS-Bestien mit Peitschen durch unsere Stadt getrieben wurden.“ ( Friedemar Brendel, 1945, Erinnerungen und Dokumente, in: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereines, 75. Heft, 1995).

Auch die Männer und Frauen aus den Buchenwald-Außenlagern in Leipzig berührten auf ihren Märschen  die Stadt Freiberg.

Im Raum Freiberg waren weitere Kolonnen unterwegs:  Männer aus Kittlitztreben, Halberstadt, Neustassfurt, Nossen  und die Frauen aus Markkleeberg.

Die Frauen aus Mittweida trafen sich am Bahnhof mit den Frauen, die in Freiberg bei der „Freia GmbH“, das zum KZ-Außenlager gehörte, gearbeitet haben und fuhren mit ihnen zur "Evakuierung" nach Mauthausen in das dortige Konzentrationslager.

Zeitweise untergekommen sind die Frauen während der Todesmärsche im Kornhaus, in dem sich heute die Stadtbibliothek befindet.