08.10. l Moritz Hochschilds Promotion

08.10.1921    Promotion Moritz Hochschild an Bergakademie

 

 

 

Am 8. Oktober 1921 wurde der aus dem hessischen Biblis stammende Moritz Hochschild (1881 – 1965) an der Bergakademie Freiberg zum Dr.-Ing. promoviert. Seine Dissertationsschrift „Studien über die Kupfererzeugung der Welt“ bewertete der Vorsitzende der Prüfungskommission, Rektor Otto Fritzsche, als eine Arbeit, in der „das Bergmännische, das Hüttenmännische, Geologische und Wirtschaftliche“ gelungen „miteinander verkuppelt“ seien. Erstgutachter Karl Kegel lobte Hochschild als „guten Kenner der wichtigsten Kupfererzeugungsgebiete“, während Friedrich Schumacher dessen „eingehende, vielfach auf persönlichen Erfahrungen beruhende Kenntnis“ hervorhob und in Hochschilds „Darstellung der rapiden Entwicklung des gesamten Kupferbergbaus“ den „wertvollsten Teil der Arbeit“ ausmachte.Text zum Kalenderblatt

 

 

 

 

Veranstaltungen

Zeit-Zeugen-Begegnung mit Meike Freud-Faber

 

24. Mai 2018  l  19:00 Uhr

Rösterei Momo, Korngasse 3, Freiberg

Eintritt frei

 

Meike Feud-Raber, die Urenkelin des Freiberger Juden Max Freud, erzählt die Geschichte ihres Urgroßvaters und ihrer Familie. 

Max Freud, evangelisch-lutherisch, in Freiberg verheiratet, Weinhändler, fünf Kinder, starb am 5. September 1942 im KZ Dachau. Als Grund seiner "Schutzhaft", die mit dem Tod endete, hatte die Gestapo vermerkt: "hat eine arische Frau geküsst". Denn für die Nationalsozialisten galt Max Freud als "Rassejude", seine Ehe als "Rassenschande". Jahrzehnte nach seinem Tod hat sich seine Urenkelin Meike Freud-Raber aus Königswinter bei Bonn auf die Suche nach den auch in ihrer eigenen Familie verdrängten und vergessenen Spuren ihres Urgroßvaters gemacht. In den Veröffentlichungen der Geschichtswerkstatt Freiberg und des Vereins "Freiberger Zeitzeugnis e.V." wurde sie fündig. Michael Düsing führt mit ihr am 24. Mai 2018 ab 19:00 in der Rösterei Momo ein Gespräch über Spurensuche, Familientradition und altem und neuem Antisemitismus.