Zukunft bedarf der Herkunft und der Erinnerung 

 Mit dem Verein „Freiberger Zeitzeugnis e.V.“ bieten wir allen jenen eine Plattform, die helfen wollen, die nach wie vor großen „weißen Flecke“
der Regionalgeschichtsschreibung besonders über die Zeit des Nationalsozialismus, aber auch zum Umgang damit in der Nachkriegsgeschichte der DDR abzutragen. Der Verein gibt denen eine Basis, die gegen Verklärung und Legendenbildung in der örtlichen Geschichtsaufarbeitung sind, weil sie für eine offene, demokratische Zivilgesellschaft eintreten, in der "völkische Überheblichkeit", Verleumdung von Minderheiten, Hass gegen Fremde und Geringschätzung der Würde jedes Menschen keinen Platz haben.

 

Es geht um unsere Gegenwart in Demokratie, Freiheit, Vielfalt und Menschlichkeit. Und es geht um unsere Zukunft, in der die Würde jedes Menschen auch weiterhin unantastbar bleibt, unabhängig von Nationalität, Herkunft, Geschlecht, Religion und Orientierung.

 

Verein


Bewahrung

Regionale Geschichte erforschen

Spuren suchen

Wissen weitergeben

Begegnung

Von Zeitzeugen lernen

Sichtweisen verändern

Haltungen fördern

Projektarbeit

Schüler- und Bürgerprojekte

Vorträge und Stadtrundgänge

Publikationen und Ausstellungen


Aktuelles


Januar 2019

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar

Kunst gegen das Vergessen: Kunstausstellung mit Begleitbroschüre

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar haben wir in der Rösterei Momo in Freiberg eine Ausstellung von Werken der US-amerikanischen Künstlerin Jana Zimmer. In ihren Monotypien und Collagen verarbeitet die Künstlerin die Geschichte ihrer Familie, die eng mit dem Holocaust verbunden ist: ihre Mutter kam als jüdische Zwangsarbeiterin von KZ Auschwitz in das KZ-Außenlager in Freiberg und überlebte, ihre Halbschwester wurde in Ausschwitz ermordet. Ergänzend zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre mit Texten von Jana Zimmer über ihre Kunst und ihr Familiengeschichte sowie mit den Erinnerungen ihrer Mutter über ihr Schicksal im Holocaust und ihre Zeit in Freiberg erschienen. Die Broschüre zur Ausstellung ist als Download unter "Aktuelles" sowie kostenlos als gedrucktes Exemplar bei uns erhältlich. 

 

Oktober 2018

Neue Veröffentlichung

Sonderheft zu den Novemberpogromen 1938 in Freiberg

Vor 80 Jahren wurde mit den Ereignissen um die sogenannte Reichskristallnacht auch in Freiberg die Lebensbasis für alle Einwohner, die nicht in das völkische und von Rassenwahn geprägte Hass-Bild der Nazis passten, endgültig zerstört – nicht zuletzt auch durch das aktive Handeln der leitenden NS-Kommunalpolitiker in dieser Stadt. Nach umfangreicher Recherche stellt unserer Vereinsmitglied Dr. Michael Düsing  in "Die Kristallnacht hat alles geändert" zahlreiche sehr persönliche Schicksale vor.

 

Das Buch ist in allen Freiberger Buchhandlungen erhältlich.



Veranstaltungen

Filmvorführung "Wir sind Juden aus Breslau"
mit Regisseurgespräch und

Ausstellung "Kinder im Holocaust" im Kino-Foyer

 

10. November 2019  l  10:30 Uhr

Kinopolis, Freiberg

 

Der Film ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden Einzel- und Familienschicksalen, die der Film klug, mitreißend und zu keiner Sekunde langatmig, miteinander verwebt. Gedreht in Breslau einst und jetzt, an Orten der Emigration mit Szenen auch aus Israel, den USA oder Frankreich, im Wechsel zwischen historischen und aktuellen Aufnahmen, Einzelinterviews, Dialogen mit den Jugendlichen und erstaunlichen Begegnungen, entstand ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa.

Die Regisseure Karin Kaper und Dirk Szuszies führen kurz in den Film ein und stehen danach für Gespräche zur Verfügung.

Eine begleitende Ausstellung im Kino-Foyer, die das Schicksal von Kindern im Holocaust am Beispiel Freibergs dokumentiert, macht auch eine Verbindung zwischen Freiberg und Breslau sichtbar.

 

Eintritt frei