Zukunft bedarf der Herkunft und der Erinnerung 

 Mit dem Verein „Freiberger Zeitzeugnis e.V.“ bieten wir allen jenen eine Plattform, die helfen wollen, die nach wie vor großen „weißen Flecke“
der Regionalgeschichtsschreibung besonders über die Zeit des Nationalsozialismus, aber auch zum Umgang damit in der Nachkriegsgeschichte der DDR abzutragen. Der Verein gibt denen eine Basis, die gegen Verklärung und Legendenbildung in der örtlichen Geschichtsaufarbeitung sind, weil sie für eine offene, demokratische Zivilgesellschaft eintreten, in der "völkische Überheblichkeit", Verleumdung von Minderheiten, Hass gegen Fremde und Geringschätzung der Würde jedes Menschen keinen Platz haben.

 

Es geht um unsere Gegenwart in Demokratie, Freiheit, Vielfalt und Menschlichkeit. Und es geht um unsere Zukunft, in der die Würde jedes Menschen auch weiterhin unantastbar bleibt, unabhängig von Nationalität, Herkunft, Geschlecht, Religion und Orientierung.

 

Verein


Bewahrung

Regionale Geschichte erforschen

Spuren suchen

Wissen weitergeben

Begegnung

Von Zeitzeugen lernen

Sichtweisen verändern

Haltungen fördern

Projektarbeit

Schüler- und Bürgerprojekte

Vorträge und Stadtrundgänge

Publikationen und Ausstellungen


Aktuelles


Oktober 2019

Neue Veröffentlichung

Zwischen Verwahrung "Asozialer" und Beurteilung "Schwachsinniger" - Die Landesanstalt Bräunsdorf 1933 - 1945

Seit ihrer Gründung 1824 als Erziehungsanstalt für Kinder und Jugendliche dienend, wurde die Landesanstalt Bräunsdorf ab Herbst 1933 zur „Korrektionsanstalt“, in der die Nationalsozialisten zu „Asozialen“ deklassierte Jugendliche und Erwachsene internierten. Neben drohenden Zwangssterilisationen für besonders „asoziale Elemente“ gehörte nun Zwangsarbeit zum Anstaltsalltag. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Verlegung von Psychiatriepatienten nach Bräunsdorf wurde die Landesanstalt mehr und mehr zum Wirkungsort nationalsozialistischer „Rassenhygiene“.
Erstmals enthüllt der Autor die bisher nahezu vollständig verdrängte und verschwiegene Einbindung der Landesanstalt Bräunsdorf in die Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten.

 

Das Buch ist für 7,99€ in allen Buchhandlungen und online unter der ISBN 978-3-7497-5886-9 erhältlich. Wir empfehlen den Kauf bei einem örtlichen Buchhändler Ihres Vertrauens.



Veranstaltungen

Gedenkfeier zum 75. Jahrestag des Kriegsendes und Ausstellung

"Wenn nicht ein Wunder geschieht, halten wir es nicht aus"  –

Wie jüdische Mädchen des KZ Freiberg Kriegsende und Befreiung erlebten

 

22. März 2020  l  18:15 Uhr 

Theater Freiberg

 

Im Frühjahr 2020 ist es 75 Jahre her, dass Deutschland durch die Truppen der Alliierten vom Faschismus befreit wurde. Aus diesem Anlass laden das Mittelsächsische Theater und der „Freiberger Zeitzeugnis e.V.“ am Sonntag, den 22. März um 18:15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung ins Freiberger Theater ein.

Im Foyer des Freiberger Theaters zeichnet eine von uns erarbeitete Ausstellung die letzten Kriegsmonate in Freiberg und die Befreiung von nationalsozialistischem Rassenwahn und völkischem Vernichtungskrieg aus der Perspektive jener jüdischen Mädchen und Frauen nach, die zur„Zwangsarbeit für den Endsieg“ aus Auschwitz nach Freiberg in ein Außenlager des KZ Flossenbürg verschleppt worden waren. 

Auf die Ausstellungseröffnung um 18:15 Uhr folgen Worte des Gedenkens von Landrat Matthias Damm und Dr. Jörg Skriebeleit, dem Leiter der Gedenkstätte KZ Flossenbürg. Anschließend wird die Oper "Der Konsul" von Gian Carlo Menotti gezeigt. 

 

Die Ausstellung ist kostenfrei bis zum 5. April 2020 zu den Öffnungszeiten des Theaters ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn zu sehen. Ein Besuch der Ausstellung ist auch nach vorheriger Anmeldung

 

unter 03731 358290 möglich.